Auch wenn in der Überschrift
Tag 3 steht, war das der erste richtige Tag in Jordanien.
8:34 Uhr
Wir sind etwas verspätet
losgefahren, weil zwei der Jungen verschlafen haben. Klaus kommentierte, dass
die beiden wohl noch nicht gemerkt haben, dass wir seit zwei Tagen
Zeitverschiebung haben.
Seit Beginn der Fahrt spricht
unser Reiseleiter Ahmad über die Geschichte Jordaniens (wir sind mittlerweile
schon bei der hellenistischen Zeit). Wir sollten raten, wie viele Kamele in
einer Karawane mitliefen. Die richtige Antwort ist keins, weil es alles
Dromedare waren (Kamele gab es in Tibet, China usw.). Davon mussten es dann
aber auch mindestens 200 sein. Das war deswegen wichtig, weil Ahmad als
historische Epochen die Sammler, Jäger, Bauern und Karawanen nannte.
Außerdem gibt es verschiedene
Arten von Wüsten. Ich kriege nicht mehr alle Namen auf die Reihe: Sahara für
Sandwüste, Ram (welche dem Wadi Rum seinen Namen gibt) eine Mischform aus Stein
und Sand, glaube ich. Ahmad erwähnte noch drei weitere Sorten, die dann verschiedene
Arten von Steinwüsten beschreiben.
Er hat auch kurz über die
biblischen Bezüge und Völker in Jordanien gesprochen und wollte wissen, wer
nicht weiß, wer die Edomiter, Moabiter und Ammoniter sind. Wer das nicht
wüsste, habe die Bibel nicht richtig gelesen. Es sind Nachbarvölker, die in der
Bibel genannt werden und denen die Israeliten mal freundschaftlich, aber häufig
feindlich gegenüber stehen. Als Ahmad das mit Bibel nicht richtig gelesen
sagte, drehte Frau G. sich um und grinste.
Über die hellenistische und
römische Zeit hat Ahmad gesagt, dass in Reiseführern oft ein Fehler sei, weil
ein römisches Theater als Amphitheater bezeichnet würde. Amphitheater sind aber
rund, Theater halbrund. Ich frage mich, wie das bei Momo ist. Die lebt ja in
einem Amphitheater, aber ich meine, es würde von einem Halbrund gesprochen.
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das so ist. Nicht, dass Michael Ende
schlecht recherchiert hat… (Nachtrag:
Nein, Momos Theater ist rund, alles in Ordnung)
Außerdem sprach Ahmad vom
Cardo Maximus. Heike und ich waren ganz stolz, dass wir noch wussten, was das
war (römische Straße in Nord-Süd-Richtung). Wir haben in Israel gut aufgepasst.
10:07 Uhr
Es wurde wieder eine große
Menge Wasser angeschafft.
10:34 Uhr
Im ersten Block zur Geschichte
Jordaniens ist Ahmad nur bis zur römischen Zeit gekommen. Jetzt ging es weiter.
Nach den Römern hatte Jordanien verschiedene arabische und türkische Herrscher.
Während die arabische Herrschaft ganz gut lief, klappte es mit den türkischen
Herrschern weniger gut, die versuchten, die jordanische Bevölkerung zu
unterdrücken, in dem sie z.B. Schulen schlossen. Ahmad sagte, dass sich die
Schwere der türkischen Herrscher in Jordanien an der jordanischen Fahne sehen
kann. Alle vier Farben (schwarz, rot, weiß, grün) stehen für verschiedene
Herrscher, aber die Türken sind nicht vertreten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts
entstand unter der türkischen Herrschaft die Eisenbahnlinie, die zusammen mit
den Deutschen von Berlin nach Bagdad gebaut wurde.
Danach erzählte Ahmad etwas
über Tradition und Religion erzählt. Minarette z.B. sind eine türkische
Tradition und nicht vorgeschrieben. Die Al Aksa-Moschee in Jerusalem hat keins.
Ähnliches gilt für Kopftücher, die aus der christlichen Tradition übernommen
wurden.
12:07 Uhr
Wir kommen gerade aus Gadara.
Das ist eine der Dekapolis-Städte. Die Dekapolis war ein lockerer Verbund von
Städten, die Handel betrieben. Es gibt verschiedene Theorien, von wann die
Städte sind und wie das mit dem Handel genau aussah. Eine gemeinsame Währung
(die den Handel doch vereinfacht hätte) wurde z.B. nicht gefunden.
Wir haben die ersten beiden
Referate der Fahrt in Gadara gehört. Ich hatte sie schon schmerzlich vermisst.
Eins war über die Dekapolis-Städte, das andere über Gadara.
Gadara liegt auf einem Berg,
von dem aus wir auf den See Genezareth blicken konnten. Der Blick war schön,
aber das israelische Ufer gefiel mir letztes Jahr besser. Allerdings sagt der
Satz „Wir konnten auf den See Genezareth blicken“ auch noch etwas ganz anderes
aus: Wir waren im jordanisch-israelisch-syrischem Grenzgebiet. Wenn wir den
Blick vom See weiterbewegten, konnten wir die Golan-Höhen sehen. Es war alles
ruhig, aber ein bisschen mulmig war mir doch (zumal auf der Seite vom
Auswärtigem Amt stand, man solle nicht ins jordanisch-syrische Grenzgebiet
reisen…). Aber es ist nichts passiert.
In Gadara haben wir ein
Theater gesehen. Das war eins der kleinsten römischen Theater, die ich bisher
gesehen habe. Als wir reinkamen, sagte irgendwer „Oh, wie süß!“ und das war
genau das, was ich in dem Moment gedacht habe.
Außerdem haben wir die Reste
einer Einkaufsstraße, ein Nymphäum (ein dekorativer Brunnen) und die Säulen
einer Basilika gesehen, die ursprünglich mal ein Tempel war. Die Steine, die
verwendet wurden, waren aus Basalt (schwarz) und Kalk (weiß). Die Säulen waren
auch dementsprechend mal schwarz, mal weiß. Das fand ich ganz nett. Sandstein
hätte man zumindest für das Theater nicht nehmen können, weil die Akustik dann
nicht gut gewesen wäre (jaha – wenn ich nach Hause komme weiß ich alles über
die Eigenschaften verschiedener Steine). Wie wir es auch bei der Israel-Fahrt
in Caesarea gesehen haben, wurden die alten Steine teilweise zum Bau neuerer
Häuser genutzt. Auf einem Stein über einer Tür konnte man noch die römische
Verzierung erkennen.
| Säulen mit ein bisschen See Genezareth (hinter der weißen Säule) |
13:07 Uhr
Die nächste Dekapolis-Stadt
auf unserer Liste war Pella. In der Bibel wird sie nicht erwähnt, aber einige
Kirchenväter sind der Meinung, dass Christen vor der römischen Verfolgung nach
Pella flohen. Für die Muslime ist die Stadt wichtig, weil im 7. Jahrhundert
dort eine entscheidende Schlacht stattgefunden hat.
Wir sind nicht auf das
Ausgrabungsgelände gegangen, sondern standen auf einer Terrasse eines
Restaurants, von dem aus wir die Fläche gut überblicken konnten. Wir haben die
Reste einer Moschee gesehen (zwischen den beiden einzigen Bäumen auf dem
Gelände), zwei Basiliken (die eine größer und besser erhalten als die andere)
und ein paare andere alte Steine gesehen. Auf dem Hügel daneben stehen die
Reste einer Festung aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit). Schon damals war
dieser Standort also wichtig. Es gab auch ein römisches Theater in Pella, aber
das ist nicht mehr erhalten, weil die Leute die Steine verwendet haben, um die
Basiliken zu bauen. Das überrascht mich jetzt irgendwie nicht.
Von dem Aussichtspunkt aus
konnten wir auch wieder nach Israel herüber blicken: Berg Karmel und die
Jesreel-Ebene. Schon lustig, wenn man überlegt, dass ich vor einem Jahr auf der
anderen Seite gestanden habe.
Auch inhaltlich haben wir
jetzt einen anderen Blick auf Israel geworfen. Ahmad betonte immer wieder, dass
Jordanien seit 1970 keinen Krieg mehr mit Israel geführt hat, auch wenn der
Friedensvertrag erst 1994 geschlossen wurde. Im Sechstagekrieg der 60er Jahre
hat Jordanien das Westjordanland verloren, was für sie sehr schlimm war, weil
sich da ihre Landwirtschaft ansiedelte.
Obwohl es bis heute nicht
wieder zu Kampfhandlungen zwischen Israel und Jordanien gekommen ist, sind da
so Sachen, die unglaublich sind. Es ist vertraglich geregelt, dass Jordanien
eine bestimmte Menge Wasser aus dem Jordan bekommt. Realität ist aber, dass sie
weniger Wasser bekommen als vereinbart und das auch noch bezahlen müssen. Jetzt
wäre es natürlich nochmal interessant zu wissen, was Ronit letztes Jahr zum
Jordanwasser gesagt hat. Ich habe in meinem Tagebuch nur gefunden, dass sie
gesagt hat, dass es diesen Vertrag gibt.
Ein anderes Beispiel ist die
Einreise in Israel. Während es für Israelis kein Problem ist, ein Visum für
Jordanien zu bekommen, wird der Antrag von Jordaniern, für sie wichtige Stätten
wie Bethlehem zu besuchen, meistens abgewiesen. Das ist zumindest Ahmads
Sichtweise. Die wird nicht wertfrei sein, aber ich habe bei der Einreise in
Jordanien auch gemerkt, dass ich keine Fragen über Ziele, Dauer und Motivation
meiner Reise beantworten musste. Ich musste nicht einmal dabei sein, als der
Visumsstempel in meinen Pass gesetzt wurde. Der Reiseveranstalter sammelte
einfach alle Pässe ein und ließ sie kollektiv abstempeln. Das wäre vermutlich
nicht mal bei der Einreise in Großbritannien möglich gewesen (wenn man da einen
Stempel bräuchte).
Ahmad meinte auch, dass viele
Staaten daran interessiert seien, die Lage in Jordanien stabil zu halten.
Trotzdem hat mich das in Bezug auf unser Reiseziel heute Morgen nicht ganz
überzeugt. Wir mussten unseren Reisepass heute mitführen und wir hatten einen
Polizisten dabei. Ich weiß nicht, was nun genau dessen Aufgaben sind, aber dass
wir nicht ohne fahren reisen können, finde ich etwas beunruhigend. Aber er
alleine könnte uns auch nicht verteidigen. Zumindest kommt er aber im Fall der
Fälle wohl am schnellsten an Informationen…
Auf der Straße sehen wir viele
Kinder, die uns teilweise zu winken. Ahmad hat uns erzählt, dass die Kinder in
den blauen Uniformen zur Grundschule, die in den grünen auf eine weiterführende
Schule gehen. Es gibt öffentliche Schulen, die umsonst sind. Die Privatschulen
sind – je nach Schule – teuer bis sehr teuer. Eine Schulpflicht besteht von 6
bis 16 Jahren.
Ich bin überrascht, über was
für Straßen die Kinder alleine gehen dürfen. So mit Abgrund daneben, aber dafür
ohne Bürgersteig. Und das zwischen den ganzen Autos. Aber vermutlich sind die
Kinder das gewohnt.
15:25 Uhr
Wir kommen gerade von der
Festung Ajloun. Sie wurde von Saladin (islamischer Herrscher aus der 12.
Jahrhundert, der gegen die Kreuzritter kämpfte) zum Schutz gegen die
Kreuzfahrer gebaut und hat mehrere Etagen, die jede eine kleine Festung für
sich sind, so dass die Bewohner, wenn ein Teil der Festung eingenommen wurde,
sich in die nächste Etage zurück ziehen und von dort weiterkämpfen. Also ein
bisschen wie Minas Tirith im Herrn der
Ringe (juhuu, erste Herr der Ringe-Referenz
gefunden!), wo es auch mehrere Stadtringe (Ebenen) gibt. Und wie in Minas
Tirith konnten die Menschen in Ajloun sehr schnell Nachrichten per Feuer
übermitteln, aber auch per Brieftauben und Rauchzeichen. Von Ajloun bis Bagdad
konnte eine Nachricht innerhalb von 12 Stunden überbracht werden. Als eine
Gruppe von Studenten das einmal mit Brieftauben ausprobiert hat, brauchten die
dafür 80-90 Stunden. Ahmad meinte, die Tauben wären wohl müde gewesen. Die
Tauben sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.
Es gibt auf der Burg ein
Relief neben einer Inschrift, das die Brieftauben zeigt. Außerdem gibt es ein
Relief, das das Siegel des Herrschers zeigt: Blumen, die aus einem Schwert
heraus wachsen.
Der Ausflug zur Burg war
wieder so ein bisschen hinfahren, Foto machen, wegfahren – wobei nein, wir
haben natürlich wieder ein Referat gehört. Ahmad meinte später, er habe nichts
zu ergänzen. Diese Referate machen unseren Reiseführer noch arbeitslos!
Heute Mittag war es aber
andersrum: Ahmad hat so viel zu der Geschichte erzählt, dass die Gruppe mit dem
Referat zu der Geschichte nur den letzten Teil des Referats vortrug. Ahmad
ergänzte zu diesem Vortrag gefühlt alle Namen der jordanischen Königsfamilie
(und die schienen alle mehrmals verheiratet gewesen zu sein). Leider teilte er
uns nicht das Alter der Prinzen und deren Beziehungsstatus mit… Aber das wäre
dann wohl doch zu sehr auf das Niveau der Bunten gesunken.
16:00 Uhr
Mittagessen! Yay! Ich weiß gar
nicht, wer es bezahlt, ob es schon in unserem Preis mit drin ist, oder ob das eine
Einladung des Reisebüros ist. Wir müssen jedenfalls nur die Getränke bezahlen.
18:40 Uhr
Gestärkt sind wir nach dem
Mittagessen am Nachmittag nach Gerasa gefahren. Wieder ganze viele Reste aus
römischer Zeit. Es begann mit einem Tor, das zu Ehren von Kaiser Hadrians
Besuch in der Stadt gebaut. Da habe ich mich gefragt, wie lange im Voraus
Hadrian seinen Besuch angekündigt hat, wenn noch genug Zeit war, ihm einen
Bogen zu bauen…
Es ging weiter zum Hippodrom
(Pferde-Arena), wo ein Junge auf einem Pferd saß. Erst fand ich das toll, dann
habe ich aber gesehen, dass er sein Pferd extrem kurz gehalten und gepeitscht
hat. Da wollte ich dann auch kein Foto mehr von ihm machen.
| Scotland the Brave in Jordanien |
Ich schätze, das Theater in
Gerasa war etwas größer als das von heute Morgen und ich fand es war ziemlich
gut erhalten (oder vermutlich einfach gut rekonstruiert). Ahmad führte uns die
gute Akustik des Theaters vor und kündigte dann zwei Beduinen-Musiker an, die
musikalisch noch stark vom britischen Mandat in Jordanien geprägt seien. Tatsächlich
traten zwei Männer in langen Gewändern und rote-weißen Kopftüchern auf, die
Dudelsack und Trommel spielten. Das erste Lied klang schottisch/ irisch aber
ich kannte es nicht. Es folgten „Freude schöner Götterfunken“, „Amazing Grace“,
„Bruder Jakob“ und „Scotland the Brave“. Bei „Bruder Jakob“ sangen dann die
meisten mit. Dudelsack spielende Beduinen hätte ich hier wirklich nicht
erwartet. Andrerseits: Warum sollte das britische Mandat keinen Einfluss
hinterlassen haben? Jetzt frage ich mich doch glatt, ob Jordanien beim Military
Tattoo mitmacht (auch wenn ich gerade nicht weiß, ob der Dudelsack das
Auswahlkriterium für die Teilnahme ist). Vermutlich aber wohl nicht, weil
Jordanien ja nicht Teil des Commonwealth ist.
Am Außenrand vom Forum vorbei
(das ausnahmsweise mal oval war) gingen wir vom Theater aus zu einer Stelle,
von der im 7. Jahrhundert innerhalb kürzester Zeit drei Basiliken nebeneinander
gebaut wurden. Auf dem Weg dahin trafen wir auf eine Ziegen- und Schafsherde.
Gut, zur Römerzeit wurden die Ziegen vermutlich nicht mitten durch die Stadt
übers Forum getrieben, es sei denn, sie sollten geopfert werden, aber trotzdem
hatte ich ein bisschen das Gefühl, in die Vergangenheit katapultiert worden zu
sein. Das soll jetzt nicht negativ sein. Es ist besser, wenn die Ziegen draußen
rumlaufen können, anstatt in engen Ställen gehalten zu werden. Vermutlich bin
ich einfach noch durch mein Dystopie-Seminar beeinflusst. Da hatten wir uns die
Bilder des Course of Empire von
Thomas Cole angesehen und auf einem Bild der Reihe ist (wenn auch recht klein)
eine Schafsherde zu sehen und im Hintergrund ein griechischer Tempel – sind
Säulen bei, passt schon (oh je, hoffentlich kriege ich für diese Aussage jetzt
nichts von den mitgereisten Experten eins auf’s Dach…).
Zurück zu den Basiliken: Die
Steine kamen natürlich von den römischen Gebäuden im Umkreis. In der Nähe davon
liegen auch noch die Überreste einer Synagoge, zu der Marie ein Referat hielt.
Frau G. sollte eigentlich die aramäische Inschrift zeigen, aus der man
schließt, dass das Gebäude eine Synagoge war, aber Frau G. wollte lieber die
Umrisse des Gebäudes zeigen. Die Inschrift haben wir dann nicht mehr gesehen,
weil niemand wusste, wo sie ist.
| Sonnenuntergang über Gerasa |
Eigentlich dachte ich nach der
Synagoge, ich hätte für diesen Tag schon genug Säulen gesehen, aber mehr geht
immer. Wir kamen zum Artemis-Tempel (nicht Artemis Fowl, wobei das nach dem
letzten Band gar nicht soooo unwahrscheinlich wäre, sondern der Jagdgötting
Artemis, mit der der literarische Artemis aufgezogen wird, weil er einen
Mädchennamen hat). An diesem Tempel wurde das Referat zu Gerasa beendet.
Gehalten hat es Stefan, ein Bekannter von Frau G. Er übersetzte auch erst mal
eine griechische Inschrift und scheint sich sehr gut mit den Römern
auszukennen. Nach dem Artemis-Tempel ging es eine Treppe mit unerhört hohen
Stufen herunter, an einem Nymphäum vorbei und über eine Römerstraße zurück zum
Bus.
19:00 Uhr
Bevor wir ins Hotel fuhren,
waren wir noch am Jabbok. Magdalena hat die Geschichte von Jakobs Kampf mit
Gott nacherzählt (zum Nachlesen: Gen 32,23-33). Dabei gab es eine kleine
schauspielerische Darstellung von Frodo und Stefan (nicht der mit dem
Gerasa-Referat), die als Jakob und Gott miteinander rangen. Nach all den
Steinen ein Höhepunkt der Referate an diesem Tag.
Die Sonne war schon untergegangen,
es war nur noch ein gelb-roter Streifen am Himmel, was sehr schön aussah.
Außerdem passte die Tageszeit dann auch zu dem Kampf zwischen Jakob und Gott,
auch wenn die beiden Schauspieler nicht bis zum Morgengrauen gerungen haben
(das wäre für uns Zuschauer vielleicht auch etwas ermüdend geworden).
Magdalena betonte, wie wichtig
die Geschichte für das Volk Israel ist. Ich habe gemerkt, dass unser Busfahrer
und Ahmad sich währenddessen unterhalten haben, aber ich weiß nicht, worüber.
Beide wirkten etwas unwillig, allerdings muss es ja keine Reaktion auf das
Referat gewesen sein. Zumal ich mir nicht sicher bin, ob unser Busfahrer
Deutsch versteht und wenn, ob es gereicht hat, um das Referat zu verstehen.
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