2:45 Uhr: Seit 23 Uhr warten wir am Flughafen,
dass wir einchecken dürfen. Die Check-In-Zeit ist 3:30 Uhr. In Tel Aviv haben
Johanna, Melanie, Heike und ich die Stunde Freizeit, die wir hatten, damit
totgeschlagen, einen Briefkasten zu suchen und an einem Brunnen zu sitzen und
zu warten. Wir hätten auch mit Frau G. zu Fuß nach Jaffa zurücklaufen können,
aber da hatten wir auch keine Lust drauf.
In Alt-Jaffa haben wir in
einem Restaurant zu Abend gegessen. Das war echt cool. Es gab so kleine Teller
mit verschiedenen Speisen und Fladenbrot zur Vorspeise und als wir uns daran
fast satt gegessen hatten, kam der Hauptgang in Form eines Grilltellers bzw.
Fisch. Aber diese kleine Tellerchen Vorspeise fand ich echt niedlich. Und die
Klos waren toll. Da gab es ein Waschbecken mit einer Steinschale.
Nach dem Essen saßen wir
am Strand von Tel Aviv bei einem Lagerfeuer. Stefan hat alle möglichen Lieder
angestimmt und wir haben mit gesungen. Ich kannte nicht alle Lieder (da fehlt
mir wohl die Ferienlagerbildung, auch wenn mir einige der Lieder durch meine
Eltern dann doch bekannt waren), aber es war lustig. Irgendwann forderte Klaus
Stefan aber auf, mal was Schönes zu singen. :-D
Jetzt sitzen wir am Flughafen,
schlafen, lesen und warten. Noch 13 Stunden und dann sind wir wieder zurück.
Ich will nicht mehr warten!
17:30 Uhr: Zurück zuhause! In Tel Aviv wurde ich nach
der Kofferkontrolle raus gewunken und dachte, ich müsse meine Tasche öffnen,
aber dann musste ich nur die Fragen beantworten, die man mir vorher schon
gestellt hatte. „Ist das Ihr Koffer?“, „Haben Sie ihn selber gepackt?“ etc.
Im Flugzeug nach Berlin
bin ich fast direkt eingeschlafen. Ich habe nicht mal mehr mitgekriegt, wie das
Flugzeug zur Startbahn gerollt ist. Zu den Getränken bin ich wieder aufgewacht,
aber das Brötchen habe ich leider verschlafen. Dabei sah es viel besser aus als
das auf dem Hinflug. Mist!
Beim Zwischenstopp in Berlin habe ich die meiste Zeit bei
Starbucks rumgehangen. Irgendwie musste man die dreieinhalb Stunden ja
rumkriegen. Den größten Teil des Tages haben wir mit warten und dösen
verbracht. Dann ging endlich der Flug in Richtung Heimat!
Und auf einmal standen wir am
Gepäckband und waren nach 12 Tagen am Ende der gemeinsamen Reise angekommen.
Ein Teil von uns wurde abgeholt, andere fuhren mit der Bahn in verschiedene
Richtungen. Frau G. verabschiedete uns am Flughafen mit den Worten „Nächstes
Jahr in Jerusalem“, ein jüdischer Abschiedsgruß. Ob ich ihn wörtlich nehme,
weiß ich noch nicht. Ich muss erst mal diese Reise verarbeiten.