Montag, 1. Oktober 2012

Nächstes Jahr in Jerusalem? (Israel Tag 12)



2:45 Uhr:       Seit 23 Uhr warten wir am Flughafen, dass wir einchecken dürfen. Die Check-In-Zeit ist 3:30 Uhr. In Tel Aviv haben Johanna, Melanie, Heike und ich die Stunde Freizeit, die wir hatten, damit totgeschlagen, einen Briefkasten zu suchen und an einem Brunnen zu sitzen und zu warten. Wir hätten auch mit Frau G. zu Fuß nach Jaffa zurücklaufen können, aber da hatten wir auch keine Lust drauf.


            In Alt-Jaffa haben wir in einem Restaurant zu Abend gegessen. Das war echt cool. Es gab so kleine Teller mit verschiedenen Speisen und Fladenbrot zur Vorspeise und als wir uns daran fast satt gegessen hatten, kam der Hauptgang in Form eines Grilltellers bzw. Fisch. Aber diese kleine Tellerchen Vorspeise fand ich echt niedlich. Und die Klos waren toll. Da gab es ein Waschbecken mit einer Steinschale.
                        Nach dem Essen saßen wir am Strand von Tel Aviv bei einem Lagerfeuer. Stefan hat alle möglichen Lieder angestimmt und wir haben mit gesungen. Ich kannte nicht alle Lieder (da fehlt mir wohl die Ferienlagerbildung, auch wenn mir einige der Lieder durch meine Eltern dann doch bekannt waren), aber es war lustig. Irgendwann forderte Klaus Stefan aber auf, mal was Schönes zu singen. :-D

Jetzt sitzen wir am Flughafen, schlafen, lesen und warten. Noch 13 Stunden und dann sind wir wieder zurück. Ich will nicht mehr warten!

17:30 Uhr:     Zurück zuhause! In Tel Aviv wurde ich nach der Kofferkontrolle raus gewunken und dachte, ich müsse meine Tasche öffnen, aber dann musste ich nur die Fragen beantworten, die man mir vorher schon gestellt hatte. „Ist das Ihr Koffer?“, „Haben Sie ihn selber gepackt?“ etc.
                Im Flugzeug nach Berlin bin ich fast direkt eingeschlafen. Ich habe nicht mal mehr mitgekriegt, wie das Flugzeug zur Startbahn gerollt ist. Zu den Getränken bin ich wieder aufgewacht, aber das Brötchen habe ich leider verschlafen. Dabei sah es viel besser aus als das auf dem Hinflug. Mist!
                 Beim Zwischenstopp in Berlin habe ich die meiste Zeit bei Starbucks rumgehangen. Irgendwie musste man die dreieinhalb Stunden ja rumkriegen. Den größten Teil des Tages haben wir mit warten und dösen verbracht. Dann ging endlich der Flug in Richtung Heimat!
Und auf einmal standen wir am Gepäckband und waren nach 12 Tagen am Ende der gemeinsamen Reise angekommen. Ein Teil von uns wurde abgeholt, andere fuhren mit der Bahn in verschiedene Richtungen. Frau G. verabschiedete uns am Flughafen mit den Worten „Nächstes Jahr in Jerusalem“, ein jüdischer Abschiedsgruß. Ob ich ihn wörtlich nehme, weiß ich noch nicht. Ich muss erst mal diese Reise verarbeiten.



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