Samstag, 7. Juli 2012

Tinto de verano y Tortilla de patatas


Letzte Woche Mittwoch war am Campus Duisburg der Dies academicus, also eine Art Unifest mit Ehrung der Studenten mit den besten Abschlussarbeiten. In den letzten Jahren habe ich – wie die meisten anderen auch – den Dies als freien Tag genossen, aber dieses Jahr hatte das Auslandsamt uns ehemaligen Erasmusstudenten angeschrieben und gefragt, ob wir nicht einen Stand zu Spanien machen wollten, um das Land vorzustellen.
Lisa, Lotta und ich haben uns bereit erklärt, das zu machen und wurden von Martin, einem Nicht-Romanistikstudenten verstärkt. Wir haben beschlossen, Fotos und Infotexte zu unseren Städten aufzuhängen, ein Quiz zu machen und natürlich Essen und Trinken anzubieten. Am Tag vorher habe ich also mehrere Stunden in der Küche gestanden und Tortilla de patatas gemacht.
Am Morgen von Dies hatte ich noch ein Seminar in Essen, danach wollte ich mit dem Shuttlebus nach Duisburg fahren, denn um viertel nach zwölf sollte in der ESG Duisburg ein besinnlicher Einstieg in den Tag sein, der von ESG und KHG organisiert wurde. Leider kann man sich nicht auf den Shuttlebus verlassen. Eigentlich sollte er um zehn vor zwölf an der Uni Essen sein und hätte zwanzig Minuten bis Duisburg gebraucht. Also hätte ich es gerade noch rechtzeitig zur Andacht geschafft. Allerdings kam der Bus verspätet an,  drehte eine Extrarunde um die Uni und fuhr erst gegen Viertel nach zwölf auf die Autobahn. Zum Glück saß ich nicht alleine im Bus und so kamen wir zu dritt zu spät. 
Gegen eins kam ich dann zu unserem Stand, den die anderen schon sehr gut vorbereitet hatten. Ich habe noch bei den letzten Vorbereitungen geholfen und auf Besucher gewartet. Natürlich war unser Stand nicht so exotisch wie der von Indonesien, Nepal oder Pakistan, aber wir hatten trotzdem einige Besucher. Lisa und Martin haben fleißig Tinto de Verano gemischt und Sangria mit Obst bestückt, Lotta hat das Quiz geleitet und als eine Besucherin mich fragte, was ich an dem Stand machen würde, habe ich geantwortet, dass ich lächele und den Besuchern erzähle, was die anderen machen. 
Ansonsten bin ich eingesprungen, wenn die anderen jemanden zum Englisch sprechen brauchten. Dadurch habe ich es auch geschafft, andere Stände zu besuchen und habe beim Stand für das Vereinigte Königreich Tee und einen Scone, beim Norwegenstand Kartoffelpfannkuchen und beim Schwedenstand Haferkekse bekommen.
Was mich aber besonders gefreut hat, war, dass doch einige bekannte Leute vorbei kamen, u.a. zwei meiner Spanischdozenten. Einer von ihnen hatte sogar, wie ich später erfahren habe, dafür gesorgt, dass eine Besprechung vorverlegt wurde, damit er uns besuchen kommen konnte. Wenn das kein Einsatz ist…