Donnerstag, 31. März 2011

Lesung in Köln

Gestern waren Lisa und ich bei einer Lesung von Eoin Colfer in Köln, der sein neues Buch vorstellte.
Wir sind schon nachmittags nach Köln gefahren – ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal in Köln war, das ist sicher schon sechs Jahre her... Als erstes sind wir in den Dom gegangen und haben eine Kerze angezündet. Später sind wir auf den Turm gestiegen. 550 Stufen. Wir waren ziemlich k.o., als wir oben ankamen (wir brauchen dringend die Uni-Sportkurse ;-)). Aber von oben hatten wir eine gute Aussicht.
Danach waren wir an der Hohenzollernbrücke und haben uns die Schlösser angeguckt, die Liebespaare da angebracht haben. Das waren ganz schön viele. Und manche waren etwas übertrieben. Ich weiß nicht, warum man unbedingt ein geschätztes 10 kg-Schloss an die Brücke hängen muss. Das wirkt dann doch etwas übertrieben.
Nachdem wir am Rhein entlang gegangen und ein bisschen durch die Fußgängerzone geschlendert waren (und Lisa mir den England-Laden gezeigt hat), war es auch schon fast Zeit für die Lesung. Die war toll. Außer Eoin Colfer war noch Peter Lohmeyer (Das Wunder von Bern) da. Der Lohmeyer las aus dem Buch (auf deutsch) vor und „übersetzte“ was der Colfer über das Buch sagte und auf die Publikumsfragen antwortete. Das war sehr lustig, denn Lohmeyer hat Colfer die Worte im Mund verdreht (so nach dem Motto: „Er behauptet, dass sein Sohn die Bücher lesen würde.“). Was der Lohmeyer genau gesagt hat, hat der Colfer aber wahrscheinlich nicht verstanden (ich nehme ja schon an, dass das irgendwie abgesprochen war), denn er kann kein Deutsch. Er meinte irgendwann mal, er müsse darauf vertrauen, dass der Lohmeyer das richtige vorliest. Nur wenn er mal die Wörter Gelsenkirchen oder Schalke hören würde, wüsste er, dass da was nicht stimmt. Und er kommentierte Lohmeyers Aussprache des Namen „Vishby“ mit einem Augenrollen. Die Deutschen mit ihrer Unfähigkeit, das englisch „v“ und „w“ von einander zu unterscheiden... ;-) Die Mimik vom Colfer war sowieso durchgehend grandios.
Nach der Lesung hat er noch die Bücher signiert. Ich hatte mir vorher das neue Buch auf englisch gekauft (man muss es ja auch mal im Original lesen). Das hat ihn sehr überrascht und er wollte wissen, ob ich Engländerin bin. Mit meinem Namen könne ich doch nicht Deutsch sein. Aber da hat er wohl von dem Buch auf meinen Namen geschlossen, anders kann ich es mir nicht erklären, wieso die englischsprachigen Menschen meinen Namen nie verstehen, weil das „h“ fehlt...