Heute war ja DAS gesellschaftliche Ereignis des Jahres. Die königliche Hochzeit von Prince William und Kate Middleton. Zumindest wenn man unserer Englisch-Dozentin glauben darf, die das heute als erste Bemerkung im Seminar machte. Es fehlten tatsächlich auch drei Studentinnen, aber ob das an der Hochzeit lag...
Unsere Dozentin jedenfalls meinte, dass das ja auch für Anglistik-Studenten ein wichtiges Event wäre und erzählte uns gleich, dass das Department sich zum Live-Stream gucken treffen würde. Das ist das Schöne am Englischstudium: Man darf sich schamlos riesige Hüte und merkwürdige Kleider angucken und das alles mit der Begründung, man wäre rein wissenschaftlich daran interessiert.
Aber nicht nur in der Anglistik war Rudelgucken angesagt, nein, auch in der Cafeteria wurde die ZDF-Übertragung der Hochzeit gezeigt. Genauso wie damals die Fußball-WM.
Lisa und ich haben uns aber recht spontan entschieden, die Übertragung in meiner Wohnung zu sehen. Mir war eingefallen, dass ich noch eine Flasche Sekt im Kühlschrank hatte, und wir hatten eine würdige Anglistik-Studenten-Royal-Wedding-Party. Auch wenn wir leider das Ja-Wort in live verpasst haben (dafür haben wir es mindestens drei mal in der Wiederholung gesehen).
Mir hat die Übertragung schon sehr gut gefallen. Westminster Abbey ist wirklich beeindruckend und sie war auch schön geschmückt. Mit Bäumen. Die Moderatorin meinte schon was von wegen Sommernachtstraum, was mir dann gleich noch mehr gefallen hat (passt ja auch zu einen Prinzen-Hochzeit, die für mich grundsätzlich immer was mit Märchen zu tun hat).
Bei dem Gottesdienst hat ein Chor gesungen. Die Chorknaben waren vielleicht niedlich (und sangen wirklich gut). Lisa meinte irgendwann: "Die sehen alle so britisch aus!" In dem Moment wurde ein kleiner Junge gezeigt, der eindeutig asiatische Vorfahren hatte, aber das ist eben auch das moderne Great Britain, also hatte Lisa gar nicht so unrecht, auch wenn sie etwas anderes meinte. Es muss aber auch beeindruckend sein, seinen Enkelkindern später mal erzählen zu können "Und damals, als ich so alt war, wie du jetzt, da habe ich bei der Hochzeit von William und Kate gesungen." Ich frage mich, ob den Kindern das klar war. Sie wirkten so souverän.
Natürlich wurde auch "Jerusalem" gesungen. Ich habe sofort den Entschluss gefasst, mir das nächste Mal zuhause Mamas "Pomp and Circumstances"-CD auszuleihen. Mir ist aufgefallen, dass die Queen bei der Nationalhymne nicht mitgesungen hat, aber würde ja auch keinen Sinn machen. Sie könnte höchsten "God save me" singen.
Die verrückten Engländer, die schon seit zwei Tagen im St. James Park campen, um ja ganz weit vorne dabei zu sein, fand ich auch sehr amüsant. Und deren Kostümierungen sowieso (die Union Jacks im Haarreifen waren noch eins der normaleren Sachen). Oder Schilder wie: "Don't worry, there is still Prince Harry". Die einfachen Leute zu sehen hat mindestens genauso viel Spaß gemacht, wie die Hochzeitsgästen mit unförmigen Etwasen auf dem Kopf.
Unsere Erklärung für die Hutmoden war übrigens: Keiner darf schöner sein als die Braut, deswegen müssen sie einen Hut tragen. Es hat auf jeden Fall geklappt. Kates Brautkleid könnte ich mir auch vorstellen anzuziehen - wenn man vorher die ellenlange Schleppe abmachen würde, natürlich. Aber auch wenn unsere Hut-Theorie nicht stimmt, man bildet sich schon interkulturell weiter, wenn man die Übertragung sieht. Wie ticken die Briten? Und dass es wirklich die Briten und nicht nur die Engländer (und Royal-Touris) waren, die dem Brautpaar zu jubelten, sah man daran, dass auch die Fahnen von Ulster, Schottland und Wales geschwenkt wurden.
Wir haben die ZDF-Sendung bis zum Schluss gesehen. Nach der Fahrt von der Westminster Abbey zum Buckingham Palace mit ganz viel winken stehen William und Kate mit der Queen, Charles, Camila, Harry und jede Menge Blumenkindern auf dem Balkon, winken noch mehr und geben sich zwei Mini-Küsse. Süß fand ich, wie Camila eins der Blumenkinder hochhob, weil es nicht über die Brüstung gucken konnte, sie gab es aber schnell an ihren Göttergatten weiter, der sich nicht ganz so geschickt anstellte.
Danach zogen sich der Herzog und die Herzogin von Cambridge (cooler Titel, will ich auch ;-)) zum Mittagessen im kleinen Kreise mit nur 900 Leuten zurück. Was es da aber immer zu essen gab, es kann Lisas und mein royales Gemüse-Risotto nicht übertreffen.
Ach ja, Felipe aus Spanien war auch bei der Hochzeit, mal wieder haben sich meine beiden Hauptfächer perfekt ergänzt.
Freitag, 29. April 2011
Zurück in der Uni
Die Uni hat mich wieder. Mit beiden krallenartigen Händen hat sich mich fest gepackt und lässt mich so schnell nicht wieder los. Mit 28 Semesterwochenstunden im Gepäck war ich aber auch eine leichte Beute für sie.
Seit diesem Semester studiere ich noch Religion als Drittfach und hoffe damit später im Beruf nicht in Klausuren zu ertrinken. Im Moment hat das aber noch den Effekt, dass ich einen vollen Stundenplan habe. Zumindest einer der Kurse war auch nicht eingeplant, nur leider wurde mir in der ersten Stunde Religionspädagogik noch ein Tutorium in den Plan gequetscht. Immerhin machen wir da meist früher Schluss.
In meinem ersten Semester hatte ich auch 28 Semesterwochenstunden und es ging. Es war natürlich anstrengend, weil alles neu war, aber ich überlegte mir, wenn es vor 3 Jahren ging, geht es dieses Jahr wieder. Das Problem ist, dass ich im ersten Semester nur Klausuren geschrieben habe. Dementsprechend waren die letzten zwei Wochen des Semesters superstressig während ich sonst nur Probleme mit Latein hatte. Dieses Semester aber muss ich in ganz vielen Kursen Portfolios oder Aufgaben anstelle einer Klausur abgeben. Und das ist Arbeit.
Aber am meisten quäle ich mich mit Hebräisch. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich mich nach Latein nie mehr mit einer toten Sprache herumschlagen würde müssen. Weit verfehlt. Ich konnte mir aussuchen, ob ich ein Semester Hebräisch oder ein Semester Altgriechisch machen will, und habe mich für Hebräisch entschieden. Ob ich doch besser Griechisch genommen hätte, weiß ich nicht.
Mein absoluter Lieblingskurs war schon vor der ersten Stunde ein Seminar in Englisch. "Wizardry, Wonderland and Wicked Witches - Exploring Children's Fiction" Wir lesen Alice in Woderland, The Last Unicorn und Harry Potter and the Philosopher's Stone. Außerdem stehen im Reader vier Märchen und Ausschnitte aus unter anderem The Hobbit, The Amulet of Samarkand und Charly and the Chocolate Factory. Das ist doch wirklich ein Wunsch-Seminar. Ich hätte auch wirklich Lust, da eine Hausarbeit zu schreiben, ich muss mich nur noch für eins der tollen Bücher entscheiden. Wie wäre es mit der Rolle der Slytherins in Harry Potter? Nur über ein Buch dürfen wir keine Hausarbeit schreiben. Twilight. Was für ein Verlust. ;-)
In ESL habe ich ein Seminar zu Lehrerprofessionalität. Es ist okay. Als ich den Dozenten das erste Mal gesehen habe, dachte ich, es wäre der Hiwi des BWL-Profs, der vorher in dem Raum war. War er aber nicht (außerdem ist in dem Raum vorher ein Proseminar zu Cervantes wie ich letzte Woche festgestellt habe). Die interessanteren ESL-Seminare, die ich dieses Semester habe, sind eh die Blockseminare. Eins ist ein Gruppendynamisches Training und findet Ende September in einer Jugendherberge statt. Das andere behandelt die "religiöse und kulturelle Heterogenität" der Schüler. Ich bin gespannt.
Spanisch ist auch ganz okay. Mein Transcript of Records ist erst vorgestern bei meinen Eltern angekommen (wenn es überhaupt das ist), deswegen konnte ich mir noch keine Kurse anrechnen lassen. Also habe ich die Einführung in die Fachdidaktik, eine Vorlesung und zwei Sprachkurse belegt. So sehr ich mich freue, wieder Englisch zu studieren (auch wenn ich mich noch nicht wieder richtig in die Sprache eingefunden habe), so sehr bin ich von Spanisch enttäuscht. Die Veranstaltungen sind entweder wieder auf Deutsch oder der Prof spricht so langsam und wiederholt jeden zweiten Satz dreimal auf Spanisch und dann einmal auf Deutsch, dass ich mir jede Stunde eine Nebenbeschäftigung suchen muss, um nicht einzuschlafen (zu allem Überfluss hat der Sadist die Vorlesung auch auf acht Uhr morgens gelegt). Es will mir einfach nicht in den Kopf, dass so sehr auf die Studenten Rücksicht genommen wird, die ohne Spanischkenntnisse zur Uni kommen. Ich meine, es ist zwar nett, aber dann sollten sie die Vorlesungen in Grund- und Hauptstudium unterteilen.
Dieses Semester wird also sicher ein sehr arbeitsreiches, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass ich es schaffe. Ich muss nur zusehen, dass ich mir die Arbeit vernünftig einteile. Schon jetzt merke ich mit Erstaunen, wie viel ich in zwei oder drei Stunden schaffe, wenn ich ausgeschlafen bin.
Seit diesem Semester studiere ich noch Religion als Drittfach und hoffe damit später im Beruf nicht in Klausuren zu ertrinken. Im Moment hat das aber noch den Effekt, dass ich einen vollen Stundenplan habe. Zumindest einer der Kurse war auch nicht eingeplant, nur leider wurde mir in der ersten Stunde Religionspädagogik noch ein Tutorium in den Plan gequetscht. Immerhin machen wir da meist früher Schluss.
In meinem ersten Semester hatte ich auch 28 Semesterwochenstunden und es ging. Es war natürlich anstrengend, weil alles neu war, aber ich überlegte mir, wenn es vor 3 Jahren ging, geht es dieses Jahr wieder. Das Problem ist, dass ich im ersten Semester nur Klausuren geschrieben habe. Dementsprechend waren die letzten zwei Wochen des Semesters superstressig während ich sonst nur Probleme mit Latein hatte. Dieses Semester aber muss ich in ganz vielen Kursen Portfolios oder Aufgaben anstelle einer Klausur abgeben. Und das ist Arbeit.
Aber am meisten quäle ich mich mit Hebräisch. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich mich nach Latein nie mehr mit einer toten Sprache herumschlagen würde müssen. Weit verfehlt. Ich konnte mir aussuchen, ob ich ein Semester Hebräisch oder ein Semester Altgriechisch machen will, und habe mich für Hebräisch entschieden. Ob ich doch besser Griechisch genommen hätte, weiß ich nicht.
Mein absoluter Lieblingskurs war schon vor der ersten Stunde ein Seminar in Englisch. "Wizardry, Wonderland and Wicked Witches - Exploring Children's Fiction" Wir lesen Alice in Woderland, The Last Unicorn und Harry Potter and the Philosopher's Stone. Außerdem stehen im Reader vier Märchen und Ausschnitte aus unter anderem The Hobbit, The Amulet of Samarkand und Charly and the Chocolate Factory. Das ist doch wirklich ein Wunsch-Seminar. Ich hätte auch wirklich Lust, da eine Hausarbeit zu schreiben, ich muss mich nur noch für eins der tollen Bücher entscheiden. Wie wäre es mit der Rolle der Slytherins in Harry Potter? Nur über ein Buch dürfen wir keine Hausarbeit schreiben. Twilight. Was für ein Verlust. ;-)
In ESL habe ich ein Seminar zu Lehrerprofessionalität. Es ist okay. Als ich den Dozenten das erste Mal gesehen habe, dachte ich, es wäre der Hiwi des BWL-Profs, der vorher in dem Raum war. War er aber nicht (außerdem ist in dem Raum vorher ein Proseminar zu Cervantes wie ich letzte Woche festgestellt habe). Die interessanteren ESL-Seminare, die ich dieses Semester habe, sind eh die Blockseminare. Eins ist ein Gruppendynamisches Training und findet Ende September in einer Jugendherberge statt. Das andere behandelt die "religiöse und kulturelle Heterogenität" der Schüler. Ich bin gespannt.
Spanisch ist auch ganz okay. Mein Transcript of Records ist erst vorgestern bei meinen Eltern angekommen (wenn es überhaupt das ist), deswegen konnte ich mir noch keine Kurse anrechnen lassen. Also habe ich die Einführung in die Fachdidaktik, eine Vorlesung und zwei Sprachkurse belegt. So sehr ich mich freue, wieder Englisch zu studieren (auch wenn ich mich noch nicht wieder richtig in die Sprache eingefunden habe), so sehr bin ich von Spanisch enttäuscht. Die Veranstaltungen sind entweder wieder auf Deutsch oder der Prof spricht so langsam und wiederholt jeden zweiten Satz dreimal auf Spanisch und dann einmal auf Deutsch, dass ich mir jede Stunde eine Nebenbeschäftigung suchen muss, um nicht einzuschlafen (zu allem Überfluss hat der Sadist die Vorlesung auch auf acht Uhr morgens gelegt). Es will mir einfach nicht in den Kopf, dass so sehr auf die Studenten Rücksicht genommen wird, die ohne Spanischkenntnisse zur Uni kommen. Ich meine, es ist zwar nett, aber dann sollten sie die Vorlesungen in Grund- und Hauptstudium unterteilen.
Dieses Semester wird also sicher ein sehr arbeitsreiches, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass ich es schaffe. Ich muss nur zusehen, dass ich mir die Arbeit vernünftig einteile. Schon jetzt merke ich mit Erstaunen, wie viel ich in zwei oder drei Stunden schaffe, wenn ich ausgeschlafen bin.
Samstag, 9. April 2011
So kann es kommen...
Als klar wurde, dass ich nach Essen ziehen würde, habe ich mich gefreut, endlich mal in ein großes Theater gehen zu können, ohne dabei eine große Weltreise machen zu müssen. Überhaupt hatte ich gedacht, im Studium so richtig "intellektuell" zu werden.
Und was ist dabei herum gekommen? Im Grillo Theater war ich bisher noch nicht. Dafür aber viermal auf einer Demo. Ist etwas schief gelaufen? Ich glaube eigentlich nicht. Zweimal bin ich für die Bildung auf die Straße gegangen. Zweimal für den Atomausstieg. Meiner Meinung nach sind das wichtige Themen, einerseits für mich persönlich und andrerseits auch für die Gemeinschaft. Deswegen werde ich es auch wieder tun, auch wenn ein Prof seine Vorlesung leider direkt auf den Zeitpunkt der Anti-Atomkraft-Demo gelegt hat. Allerdings ist die Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen nach dem Bildungsstreik abgeschafft worden... Da soll noch mal jemand sagen, wir hätten nichts erreicht. :-D
Und dass ich bisher nicht im Grillo war, macht nichts. Kulturelle Genüsse bieten ja auch die fremdsprachlichen Theatergruppen der Unis an Rhein und Ruhr.
Und was ist dabei herum gekommen? Im Grillo Theater war ich bisher noch nicht. Dafür aber viermal auf einer Demo. Ist etwas schief gelaufen? Ich glaube eigentlich nicht. Zweimal bin ich für die Bildung auf die Straße gegangen. Zweimal für den Atomausstieg. Meiner Meinung nach sind das wichtige Themen, einerseits für mich persönlich und andrerseits auch für die Gemeinschaft. Deswegen werde ich es auch wieder tun, auch wenn ein Prof seine Vorlesung leider direkt auf den Zeitpunkt der Anti-Atomkraft-Demo gelegt hat. Allerdings ist die Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen nach dem Bildungsstreik abgeschafft worden... Da soll noch mal jemand sagen, wir hätten nichts erreicht. :-D
Und dass ich bisher nicht im Grillo war, macht nichts. Kulturelle Genüsse bieten ja auch die fremdsprachlichen Theatergruppen der Unis an Rhein und Ruhr.
Donnerstag, 7. April 2011
Zoom Gelsenkirchen
Weil Samstag so tolles Wetter war, sind Lisa und ich in die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen gefahren. Von Essen aus ist man ja wirklich schnell da.
Zuerst waren wir in Alaska (der Zoo ist in Alaska, Asien und Afrika unterteilt). Biber, Karibu, Wölfe (die sich aber versteckt hatten), Seelöwen... Die Deko war auch an Alaska angepasst: Straßenschilder „Achtung Bären“ und so weiter.
Die Seelöwen konnte man auch durch einen Unterwasser-Tunnel betrachten. Ich hatte ganz vergessen, dass die immer auf dem Rücken schwimmen. Über Wasser konnte man sehen, wie die Seelöwen auf- und abtauchten oder sich einfach sonnten. Es waren auch drei Kleine dabei. Die Bären haben auf uns besonderen Eindruck gemacht. Vor allem, weil sie sehr viel größer sind, als wir gedacht haben (keine Teddybären-Größe ;-)). Eine Eisbärin war aber nicht so groß wie die anderen. Antonia ist kleinwüchsig. Sie war aber auch die Aktivste. Die anderen beiden Eisbären dösten aneinander gekuscht und die Braunbären rangelten im Wasser, aber Antonia lief die ganze Zeit hin und her.
In Alaska gab es auch eine Simulation von einem Iglu, das durch einen Gletscherabbruch einen Berg herunter, aufs Meer hinaus rutschte und irgendwann gegen ein Haus auf Pfeilern krachte. Der Boden wackelte und vorne lief ein Film ab, der aus Perspektive der Insassen des Iglus zeigte, wie es auf Eisbären und ein Frachtschiff zu raste.
Von Alaska aus sind wir weiter nach Asien gegangen. Asien war nicht so toll wie Alaska. Es gab weniger Tiere (nur Schleichkatzen, Affen, Kamele und ein Tropenhaus) und insgesamt fand ich es weniger liebevoll eingerichtet – trotz Steindrachen, kleinen Buddhas und Rikschas. Der Affen-„Palast“ war auch recht schön und hat mich an das Dschungelbuch erinnert. Im Tropenhaus hingen Flughunde von der Decke (die hießen echt irgendwas mit „Vampyris“) und Vögel flogen frei herum. Außerdem gab es das „Drachenland“ in Asien. Leider war das aber nur ein Spielplatz, auf den Lisa und ich nicht mehr durften – nur bis 14. Nach dem Mittagessen waren wir in Afrika. Der Teil des Zoos hat auf mich auch einen großen Eindruck gemacht. Es waren zwar keine Elefanten da, was ich etwas schade fand, aber dafür Löwen, Zebras, Antilopen und Giraffen. Die Giraffen waren toll. Die haben richtig lange Zungen. Und von einer Art Hochsitz aus konnte man sie von ziemlich nah beobachten. Wenn die Giraffen gewollt hätten, hätten sie sicher den Kopf zu uns herein stecken können. Wir haben eine Bootstour gemacht. Von dem Boot aus konnten wir Flamingos, Pelikane, Flusspferde und Paviane sehen. Neben uns saß eine deutsch-spanische Familie. Es war schön, wieder Spanisch zu hören, und lustig, die „Freuden“ einer bilingualen Familie mit zu bekommen („Was willst du mir eigentlich sagen? Ich verstehe dich nicht. Was heißt ‚molestar’?“).
Zum Schluss waren wir noch im Affenhaus. Wir hatten schon in Asien ein paar Orang-Utans gesehen. In Afrika waren dann die Schimpansen dran. So nah (nur mit einer Glasscheibe dazwischen) war ich bisher auch noch nie an Schimpansen. Wenn ich nämlich mal welche in einem anderen Zoo gesehen hatte, hatten die sich meistens in irgendeiner Ecke verkrochen. Die in Gelsenkirchen waren richtig aktiv. Einmal hat sich ein Affe direkt vor mir an einem Seil herunter geschwungen. Ich habe mich total erschreckt.
Der Tag im Zoom war wirklich schön. Wir hatten natürlich auch das perfekte Wetter. Sonne satt. Da haben wir uns dann auch ein Eis gegönnt, dass wir auf einer sonnigen Bank genossen haben.
Zuerst waren wir in Alaska (der Zoo ist in Alaska, Asien und Afrika unterteilt). Biber, Karibu, Wölfe (die sich aber versteckt hatten), Seelöwen... Die Deko war auch an Alaska angepasst: Straßenschilder „Achtung Bären“ und so weiter.
Die Seelöwen konnte man auch durch einen Unterwasser-Tunnel betrachten. Ich hatte ganz vergessen, dass die immer auf dem Rücken schwimmen. Über Wasser konnte man sehen, wie die Seelöwen auf- und abtauchten oder sich einfach sonnten. Es waren auch drei Kleine dabei. Die Bären haben auf uns besonderen Eindruck gemacht. Vor allem, weil sie sehr viel größer sind, als wir gedacht haben (keine Teddybären-Größe ;-)). Eine Eisbärin war aber nicht so groß wie die anderen. Antonia ist kleinwüchsig. Sie war aber auch die Aktivste. Die anderen beiden Eisbären dösten aneinander gekuscht und die Braunbären rangelten im Wasser, aber Antonia lief die ganze Zeit hin und her.
In Alaska gab es auch eine Simulation von einem Iglu, das durch einen Gletscherabbruch einen Berg herunter, aufs Meer hinaus rutschte und irgendwann gegen ein Haus auf Pfeilern krachte. Der Boden wackelte und vorne lief ein Film ab, der aus Perspektive der Insassen des Iglus zeigte, wie es auf Eisbären und ein Frachtschiff zu raste.
Von Alaska aus sind wir weiter nach Asien gegangen. Asien war nicht so toll wie Alaska. Es gab weniger Tiere (nur Schleichkatzen, Affen, Kamele und ein Tropenhaus) und insgesamt fand ich es weniger liebevoll eingerichtet – trotz Steindrachen, kleinen Buddhas und Rikschas. Der Affen-„Palast“ war auch recht schön und hat mich an das Dschungelbuch erinnert. Im Tropenhaus hingen Flughunde von der Decke (die hießen echt irgendwas mit „Vampyris“) und Vögel flogen frei herum. Außerdem gab es das „Drachenland“ in Asien. Leider war das aber nur ein Spielplatz, auf den Lisa und ich nicht mehr durften – nur bis 14. Nach dem Mittagessen waren wir in Afrika. Der Teil des Zoos hat auf mich auch einen großen Eindruck gemacht. Es waren zwar keine Elefanten da, was ich etwas schade fand, aber dafür Löwen, Zebras, Antilopen und Giraffen. Die Giraffen waren toll. Die haben richtig lange Zungen. Und von einer Art Hochsitz aus konnte man sie von ziemlich nah beobachten. Wenn die Giraffen gewollt hätten, hätten sie sicher den Kopf zu uns herein stecken können. Wir haben eine Bootstour gemacht. Von dem Boot aus konnten wir Flamingos, Pelikane, Flusspferde und Paviane sehen. Neben uns saß eine deutsch-spanische Familie. Es war schön, wieder Spanisch zu hören, und lustig, die „Freuden“ einer bilingualen Familie mit zu bekommen („Was willst du mir eigentlich sagen? Ich verstehe dich nicht. Was heißt ‚molestar’?“).
Zum Schluss waren wir noch im Affenhaus. Wir hatten schon in Asien ein paar Orang-Utans gesehen. In Afrika waren dann die Schimpansen dran. So nah (nur mit einer Glasscheibe dazwischen) war ich bisher auch noch nie an Schimpansen. Wenn ich nämlich mal welche in einem anderen Zoo gesehen hatte, hatten die sich meistens in irgendeiner Ecke verkrochen. Die in Gelsenkirchen waren richtig aktiv. Einmal hat sich ein Affe direkt vor mir an einem Seil herunter geschwungen. Ich habe mich total erschreckt.
Der Tag im Zoom war wirklich schön. Wir hatten natürlich auch das perfekte Wetter. Sonne satt. Da haben wir uns dann auch ein Eis gegönnt, dass wir auf einer sonnigen Bank genossen haben.
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