Samstagmittag habe ich von Dortmund aus den IC nach Kassel genommen. Ich hatte mir zwar einen Sitzplatz reserviert, aber die Deutsche Bahn hatte in ihrer unendlichen Weisheit den Platz zweimal vergeben... Dumm gelaufen, aber im Zug war nicht viel los und ich musste nicht stehen.
Hannah hat mich vom Bahnhof abgeholt und wir sind zu ihrer Wohnung gefahren. So ein bisschen erinnert die Wohnung an den Studenten-Stereotyp: Eine WG in einem Hinterhaus-Altbau, in dem viele junge Menschen wohnen; im Hof stehen jede Menge Fahrräder in allen Größen und die Fensterbank des Treppenhauses im ersten Stock ist eine "Schenke-Fensterbank" (was darauf liegt, darf man mitnehmen). Mir hat es gefallen. Allerdings hat Hannah auch gleich darauf hingewiesen, dass es im Winter in der Wohnung sehr kalt wird.
Wir haben eingekauft und sind dann mit dem Rad zum Theater gefahren. "Creeps" handelt von drei Mädchen, die alle glauben, an einem Moderatoren-Casting teilzunehmen. Sie müssen verschiedene Aufgaben lösen (anmoderieren, Interviews führen) ohne zu wissen, dass sie nicht nur bei den Aufgaben sondern die ganze Zeit gefilmt werden. Der Konkurrenzdruck steigt, es kommt zu Zickenterror und Zusammenbrüchen, bis die Mädchen merken, dass ein abgekartetes Spiel mit ihnen getrieben wird und sich gegen den Chef des Senders auflehnen.
Leider waren nur fünf Zuschauer da. Eigentlich wird in dem Theater erst ab 15 Zuschauern gespielt, aber die Schauspielerinnen und der Regisseur beschlossen, die Aufführung als Probe vor Zuschauern zu sehen und haben gespielt bzw. "geprobt". Die Mädchen haben sich gut geschlagen, auch wenn die eine etwas undeutlich geredet hat.
Nach dem Theaterstück hatten wir noch keinen Hunger und weiter mit dem Rad durch die Stadt gefahren. Zuerst haben wir in einem Supermarkt lustige kleine Wasserflaschen in bunten Farben mit Stickern und einem Gummihai, mit dem man Leute nass spritzen kann, gekauft, um unseren Durst und unsere unschuldigen kindlichen Freuden zu stillen. Dann sind wir über den Platz mit den "Walpenissen" zur Uni gefahren.
Als es dunkler wurde, sind wir zurück zu Hannah gefahren und haben auf dem Weg noch Pizza geholt, denn inzwischen hatten wir schon ziemlich Hunger bekommen. Ein Glück, dass die Pizzeria um halb elf die Küche noch aufhatte, sonst hätten wir wahrscheinlich zu dem berühmt berüchtigten Dönerladen gehen müssen, wo nachts all die Menschen unterkommen, die nicht mehr nach Hause finden.
Am Sonntag bin ich schon um zwölf Uhr zurück gefahren, weil sowohl Hannah als auch ich noch viel zu tun hatten. Es reichte aber noch für eine Radtour durch die Aue und am Bugasee entlang und dafür, einmal kurz beim Kasseler Marathon zu gucken. Der fand nämlich genau an dem Tag statt und von daher war es ganz gut, dass ich um 12 gefahren bin, danach wäre es schwierig geworden, mit der Bahn zum Hauptbahnhof zu kommen, weil wegen des Marathons die Straßenbahnen nach zwölf nur noch vereinzelt fuhren.
Die Zeit in Kassel war sehr schön, auch wenn ich nur kurz da war. Kassel als Stadt gefällt mir gut und was natürlich noch besser war, war Hannah mal wieder zu sehen. Ich muss unbedingt noch mal hin, wenn wir beide mal mehr Zeit haben.
Am Sonntag bin ich schon um zwölf Uhr zurück gefahren, weil sowohl Hannah als auch ich noch viel zu tun hatten. Es reichte aber noch für eine Radtour durch die Aue und am Bugasee entlang und dafür, einmal kurz beim Kasseler Marathon zu gucken. Der fand nämlich genau an dem Tag statt und von daher war es ganz gut, dass ich um 12 gefahren bin, danach wäre es schwierig geworden, mit der Bahn zum Hauptbahnhof zu kommen, weil wegen des Marathons die Straßenbahnen nach zwölf nur noch vereinzelt fuhren.
Die Zeit in Kassel war sehr schön, auch wenn ich nur kurz da war. Kassel als Stadt gefällt mir gut und was natürlich noch besser war, war Hannah mal wieder zu sehen. Ich muss unbedingt noch mal hin, wenn wir beide mal mehr Zeit haben.